Hightatras:
Winterhimmel bei Hobrechtsfelde

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Thematischer Schwerpunkt: »Witterung« |
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Weihnachtskalender für Katzen
Ab heute neu im Handel. Aussen ist der Karton mit Jungtieren in drolligen Weihnachtsmannkostümen bedruckt. Goldig! Hinter den gestanzten Türchen durch Trocknen haltbar gemachte Fleischmasse in unterschiedlichen Geschmacksrichtungen. Auf der Rückseite sind alle Inhalte minuziös aufgeführt. Die Überraschung bleibt gewahrt, da die flauschigen Beschenkten ja nicht lesen können. Meines Erachtens ist das Interesse für vorweihnachtliches Brauchtum bei den Tieren allerding sehr gering ausgeprägt, zumindest was das kontinuierliche Öffnen kleiner Fächer angeht. Mit den Krallen die Verpackung zerfetzen und das herausfallende Trockenfutter ganz schnell, auf einmal aufzuessen ist vielleicht noch ganz interessant für höchstens fünf Minuten. Optional gibt es das ganze auch für Hunde. Die interessiert das vermutlich überhaupt nicht. Nicht die Bohne. Die Gewerbetreibenden schielen in erster Linie auf den spontanen Kaufimpuls des Heimtierliebhabers. Man möchte schließlich dem Tier auch mal was Schönes gönnen zum Fest.
Thematischer Schwerpunkt: »Warenwelt« |
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Befragung an der Wohnungstür
Am späten Nachmittag schellt es oben, an der Wohnungstür. In solchen Fällen vermute ich aus Erfahrung GEZ-Kontrolleure oder hartnäckige Hausierer, die den Fuß vorschiebend versuchen an der Pforte Eindruck zu schinden. Mit diesem Verdacht sehe ich wohl recht mürrisch aus, als ich die Türe öffne. Der Besucher ein langhaariger Hüne, ausgestattet mit einer Schreibunterlage, diversen Papieren und einem Kugelschreiber. Mit einem kleinen Scherz stellt sich der junge Mann vor. Da ich selbst ein großer Freund des Sparwitzes bin, gebe ich dem Besucher, entgegen meiner Prinzipien, Gelegenheit sein Anliegen vorzutragen. Er sei Drogenabhängig und würde eine Umfrage durchführen, dies alles sei Teil der Auflagen, die ihm sein Bewährungshelfer gestellt hätte. Ich gebe zu Bedenken mit der Materie nicht vertraut zu sein weder jugendlich noch rauschgiftsüchtig. Nein, nein egal, jeder könne mitmachen, das sei ja gerade der Witz. Es geht los. Mehr
Thematischer Schwerpunkt: »Passanten« |
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Wie dunkle Mächte im Haushalt Unheil stiften
Die Wohnung drohte zu verwahrlosen, andere Beschäftigungen schienen wichtiger und verzehrten Zeit. Nun also wieder Hauswirtschaftliches im Fokus. Ein Anfang bildet das Abräumen des Wäschetrockners, der hier schon seit über einer Woche im Weg rumsteht und den liederlichen Gesamteindruck meines Schlafgemaches maßgeblich prägt. Also T-Shirts zusammenlegen, Socken paarweise bündeln. Wieder drei einzelne Socken! Frühere Unikate sammelte ich in einer Ecke meines Kleiderschranks, genau genommen ein hölzernes Sideboard. Der Abgleich der bisher archivierten Einzelstücke mit den neuen partnerlosen Teilen ergab keine neuen Paarbildungen, leider. Die Strümpfe würden sich im Laufe der Zeit, nach einigen Waschgängen, wieder zu sinnvollen Einheiten zusammenfügen, so meine optimistische Annahme bislang. Dem ist nicht so, lauter einzelne Socken, ein Riesenberg! Früher, ganz Wegwerfkonsument, habe ich diesen Umstand immer verdrängt, neu gekauft, Putzlappen, egal. Mehr
Thematischer Schwerpunkt: »Haushalt« |
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Märkisches Viertel am Abend

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Thematischer Schwerpunkt: »Umfeld« |
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Auf der Eisbahn


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Thematischer Schwerpunkt: »Umfeld« |
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Die Amokfahrt der Gesichtsmöse
Drei junge Männer steigen an der Tramhaltestelle ein, sie tragen identische türkisfarbene Jacken aus Ballonseide mit Kapuze. Auf der Rückseite der Kleidungsstücke ist ein Raubtierkopf aufgestickt. Die Worte »Tiger Attack« zeichnen das Trio als verschworene Gemeinschaft aus. Ich habe neulich diese Art der Bademäntel in dem ausgezeichneten Boxerfilm »Million Dollar Baby« zum ersten Mal mit Bewusstsein gesehen. Die drei sind sicherlich selbst begnadete Kickboxer, die in einem der populärsten Tanzlokale Reinickendorfs an der Tür die Spreu vom Weizen trennen. Hier, hast Du Problem Alter? Auf den Sitzplätzen: Das Rentnerehepaar trägt baugleiche Hornbrillen, über dem weißen Haar der Frau eine weinrote Baskenmütze. Eine beigefarbener Hut auf dem Kopf des Mannes. Die Frau muss sehr prononciert und laut in das Ohr ihres Gatten sprechen, um Gehör zu finden. Dieser führt eine genarbte, braune Umhängetasche aus Leder mit sich, an der Aussenseite sind Laschen angebracht, die der Aufnahme von Stiften dienen, hier Kugelschreiber und ein Bleistift. Bohnenkaffee und Suppengrün sind Teil des kleinen Einkaufes, der in der Tasche transportiert wird. Unter energischem Geklingel absolviert der Straßenbahnfahrer nun eine Vollbremsung, die leichtgewichtige Sitzende von den Bänken schleudert und stehende Fahrgäste zu Fall bringt. Der Grund, ein zuhältermäßig getuneter, amerikanischer Pickup mit Breitreifen, ist wider die geltenden Verkehrsregeln, aus einer Einfahrt, in den Wirkungskreis der Tram gefahren. Aber anstatt still um Ablass zu flehen ob der Fehlleistung, Asche auf's Haupt zu streuen und sich devot unter den nächsten Stein zurückzuziehen, wird die getönte Seitenscheibe heruntergelassen selbstverständlich elektrisch. Mehr
Thematischer Schwerpunkt: »Passanten« |
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Nachts im Reich des Cordhutes


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Totes Geäst wird zerkleinert
In der Straßenbahn. Ein Pensionär mit abstehenden grauen Haaren, gekleidet in einen schütteren Anzug, sucht sich nach dem Einsteigen, schnell, noch vor dem Anfahren der Tram, einen Fensterplatz in Fahrtrichtung, entnimmt seinem rot gemustertem Nylonbeutel Dederonbeutel eine Apothekenzeitschrift und markiert während des Lesens einzelne Textpassagen mit dem Kugelschreiber. Auf dem Sitzplatz hinter ihm kauert ein koboldhafter Vietnamese, der ein sehr lautes aber angenehm rhythmisches und gutturales Telefongespräch führt.
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Thematischer Schwerpunkt: »Passanten« |
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Agent Tierry C. Barker im Tal der lebenden Leichen
Der Regen peitscht grau an das großzügige Panoramafenster, das einen vorzüglichen Blick über die weite Bucht gewährt. Durch den Sturm ist das Meer aufgewühlt und die mannshohen, dunklen Wellen sind von weißer Gischt gekrönt. Special-Agent Tierry C. Barker legt die aus Schlangenleder gearbeiteten Stiefel auf den niedrigen Couchtisch und nimmt einen tiefen Schluck aus seinem Whiskyglas sodann in ein kleines Nickerchen sinkend. Das Wochenende steht vor der Tür. In Barkers Penthouse herrscht absolute Ruhe, lediglich das Rauschen des Meeres sowie das leise Ticken der Nachtspeicherheizung sind zu vernehmen. Rrrring, die Stille wird vom Schellen des auf der Couch liegenden Mobiltelefons zerrissen. Barker tastet aus dem goldgelben Lichtkreis, in dem er sitzt, nach dem in der Dunkelheit liegenden Fernsprecher. »Ja, Barker«, »Schaffen Sie ihren Arsch hierher Barker, wir haben einen neuen Fall« bellt es aus dem Hörer. Es handelt sich um einen Anruf seines Partners Mike Phelps. Barker weiss sehr wohl, daß hinter der rauhen Schale ein sehr integerer Mann steckt, mit dem man Pferde stehlen kann. Barker und Phelps kennen sich seit der Grundausbildung bei den Marines in den frühen siebziger Jahren, in Vietnam haben sie gemeinsam in den Schlund der Hölle geblickt. So unterschiedlich ihre Charaktere auch sind, eine unverbrüchliche Männerfreundschaft schweisst sie seit Jahren wie Pech und Schwefel zusammen. Bei der Bundespolizei ist das ungleiche Duo eines der erfolgreichsten Teams in der Bekämpfung paranormal motivierter Straftaten. Mehr
Thematischer Schwerpunkt: »Superhelden« |
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