Hightatras:
Wolkenberge

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Thematischer Schwerpunkt: »Witterung« |
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Geruchstheorie
Alle Dinge haben ihren Geruch, manche mehr, manche weniger. Subjektiv angenehm oder unangenehm. Bemerkenswert ist die Tatsache, daß Geruch zwar mitunter nachlässt aber nie gänzlich verfliegt, so alt die, den Duft austrahlende, Quelle auch ist. Bei einem Besuch in den Alpen habe ich historische Holzhäuser gesehen gerochen, die in ihren ältesten Teilen sechshundert Jahre alt sind. Noch immer verströmt das Holz seinen typischen Odem obwohl die hölzerne Architektur der Berge sehr intensiv der Witterung ausgesetzt ist. Sowohl glühende Sonnenbestrahlung als auch scharfer Frost vermögen den spezifischen Geruch der Materie nicht zu vertreiben, es entsteht nicht einmal der Eindruck des schwächer werdens. Wenn es sich um ein flüchtiges Gas handelte, das die Dinge verströmen, ein Gas das wir beim Atmen in unsere Nase saugen, das dort auf entsprechende Rezeptoren trifft und den olfaktorischen Sinneseindruck erzeugt, so müsste die Materie mit der Zeit immer weniger werden also verdampfen oder in anderer Weise seinen Aggregatszustand in's gasförmige verwandeln. Dem ist aber nicht so, selbst Steine, die Millionen von Jahren alt sind, haben einen deutlichen Geruch.
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Thematischer Schwerpunkt: »Materie« |
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Nasser Hund mit künstlichem Erdbeeraroma
Akribische Frontberichterstattung in der Straßenbahn. Zwei bleiche junge Männer lassen ein ausgiebiges Counterstrike-Wochenende Revue passieren. Zur Stärkung schütten sie aus Plastikbechern mit rosa Farbstoff versetzte Milch in ihre Rachen. Es riecht nach nassem Hund. Die einzelnen, stark geheizten und wenig gelüfteten, Räume der Stadtbibliothek sind, der Systematik entsprechend, jeweils auf eigene Art muffig. Der süßliche Geruch zerfallenden Papiers bildet das Fundament. In den alten, oft gelesenen Büchern haben sich über die Jahre winzig kleine Krümel, Hautschuppen, Spuren von Körperfett, blasse Milben, feinster Nikotinfilm und anderer Gilb abgelagert. In einigen offenbar seit langem nicht mehr geöffneten mehrbändigen Tagebüchern sind Moleküle von Ostgeruch zwischen holzhaltig randgebräunten Seiten erhalten geblieben. Wenig und oft gelesene Bände riechen am Stärksten. Erstere weil sie nicht durch blättern gelüftet werden, letztere weil sich an ihren Zellstofffasern viele verschiedene Körpersäfte in kleinsten Quantitäten sammeln und mischen. Besonders betroffen sind hier insbesondere phantastische Romane und spannende Krimis, da diese mutmaßlich auch in der Bahn und auf der Toilette verschlungen werden. Je spezieller also das Interesse, desto höher die Hygiene der Bücher.
Thematischer Schwerpunkt: »Passanten« |
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Wolken im Westwind

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Thematischer Schwerpunkt: »Witterung« |
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Aufziehender Schneeregen

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Thematischer Schwerpunkt: »Witterung« |
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Interessenkonflikt zwischen Enten und Laufsport
Manchmal, wenn es dieser Tage schon früh dunkelt, gehe ich zum Laufen auf einen von mir erst kürzlich entdeckten, recht verwunschenen Sportplatz. Das Gelände ist verwildert, mehr Wiese als Rasen. Man betritt das kleine Stadion durch eine schwergängig quietschende Tür. Es gibt wenig am Winter auszusetzen, die frühe Dunkelheit, bereits um halb fünf, gehört dazu. Üblicherweise laufe ich lieber verschlungene Wege über die Felder, wobei die Gefahr besteht, in der Finsternis knöcheltief in Schlammlöchern und Schlimmerem zu versinken. Sportplatz also. Erstaunlicherweise macht mir der monotone Stumpfsinn des Runden drehens sogar Spaß. Die, ein Fußballfeld umringende, vierhundert Meter lange Bahn ist weitgehend bar gefährlicher Hindernisse, gelegen in einem schmalen Ausläufer der Schönholzer Heide. Nebenan, hinter einem Maschendrahtzaun, ein flacher See, früher badete man dort sogar, heute höchstens Hunde. An den Ufern des trüben Gestades lagern tagsüber zahlreiche Enten, weitere spreizen, auf dem Gewässer schwimmend, ihre Flügel zum Putzen. Mehr
Thematischer Schwerpunkt: »Umfeld« |
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Zichorienkaffee und Kleingebäck
Gerade eben habe ich mir in der Küche ein schönes Mohnbrötchen mit Käse zurechtgemacht. Der Teig des Gebäckes ist gerade recht so, eher klitschig als knusprig. Lassen Sie mich ein wenig ausholen.
Wir waren mitten im leidvollen Steckrübenwinter, als ich meine damalige Haushälterin Marga anwies, eine mir lieb gewesene, schön gearbeitete Rokokokommode für ein wenig Mehl zu versetzen. Weihnachten rückte näher und mein hagerer Körper lechzte mit allen seinen Fasern nach süßem Gebäck, mehr noch erfüllte mich die Vorstellung eine schöne, besinnliche Weihnachtsfeier, für die wenigen mir nahe stehenden auszurichten. Ich erinnere mich noch wie heute an den von Neuschnee überstäubten, kristallklaren Samstagmorgen als Marga und mein treues Faktotum Gustav, der das, mir aus dem Herzen gerissene, Möbelstück auf seine starken Schultern gewuchtet hatte, zusammen mit all den anderen ausgemergelten Städtern, den ersten Hamsterzug bestiegen, der raus auf die Dörfer fuhr.
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Thematischer Schwerpunkt: »Warenwelt« |
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Gangster-Rap, Musik für Fantatrinker
Es geht um einfache Menschen, die es vorgeblich durch windige Geschäfte und musikalische Neigung zu einigem Vermögen gebracht haben. Große, alles bestimmende Sorge sind gerissene Frauen, die es auf das Geld der Neureichen abgesehen haben sowie die stümperhaft üble Nachrede natterhafter Neider im künstlerischen Bereich. Die Brüste der zumeist im Hintergrund agierenden Schauspielerinnen sind vermittels Kunststoff zu stattlicher Größe aufgeplustert. Alle hier zur Schau gestellten Objekte sind Waren der Superlative. Pfeilschnelle Sportwagen, Hubschrauber, kostbare Pelze, moderne Immobilien mit Schwimmbecken. Selbst der wenig figurbetonte Trainingsanzug des Künstlers entstammt der gehobenen Preisklasse. Den Star flankierende Männer, mutmaßlich Bandenmitglieder, machen Miene in Konfliktsituationen kein Pardon zu kennen. Mehr
Thematischer Schwerpunkt: »Warenwelt« |
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Fernsehprogramm
Dem Fond eines dunkelglänzenden Wagens entsteigt ein Politiker in elegant geschnittenem Anzug. Die drängenden Fragen der wartenden Berichterstatter werden mit kaltem Lächeln zurückgewiesen. Umringt von Dienern verschwindet der Herrscher durch das gläserne Portal eines repräsentativen Gebäudes.
Gründlich rasierte Männer finden stärkere Resonanz bei potenziellen Partnerinnen. Wird von einer kritischen Frau auch nur ein einzelnes Haar im Gesicht eines Mannes entdeckt, daß ein unvollkommener Rasierer nicht zu entfernen vermochte, so lässt sie unverzüglich von ihm ab.
Vom Rausch der Geschwindigkeit getriebene Wagenlenker gefährden die Sicherheit auf der Autobahn. Ermittler nehmen die Jagd zu Land und in der Luft auf. Der Gestellte zeigt sich uneinsichtig, seine Identität wird durch Pixel verschleiert.
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Thematischer Schwerpunkt: »Apparate« |
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Nebel

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Thematischer Schwerpunkt: »Witterung« |
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Die Strickjacke von O
Von den vielen Ladezyklen ist das Metall ganz blankgescheuert. O, ich und eine dritte wenig konturierte Person lagern auf einem LKW-Anhänger, der am Wendekreis Grünhofer Weg abgestellt ist. Da kommt Os Mutter, nimmt die graue Strickjacke an sich, das die hier nicht so rumfliegt. Später, der Schemenhafte mahnt zum Aufbruch. O vermisst ihre Strickjacke. Ich sage, deine Mutter hat sie mitgenommen. Ach so, sagt O, sicherlich hat sie die in den Volvo gelegt, mit dem wir nach Lissabon fahren. En passant ein Blick in die Souterrainwohnung, die füllige Rentnerin liegt hingegossen in ihrem Fernsehsessel, umspült von blauem Zwielicht. Im Sommer sitzt sie draussen auf der kleinen Hollywoodschaukel zusammen mit den Terrakotta-Gänsen im Kerzenschein, man vermag dem einfachen Leben bescheidenen Luxus abzutrotzen. Der Winter ist nichts.
Das verwilderte Eck, wir nehmen den schmalen Pfad, heute 14b.
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Thematischer Schwerpunkt: »Schlaf« |
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Quellwolke
Thematischer Schwerpunkt: »Witterung« |
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Nachmittagshimmel mit Flugzeug

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Thematischer Schwerpunkt: »Witterung« |
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Kondensstreifen
Thematischer Schwerpunkt: »Witterung« |
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