Hightatras: Special Interest Content mit Pfiff.
Sprechblase
Die Dorfirren von Deutsch-Bloggersdorf
Wer es bislang noch nicht gemerkt hat, Weblogs sind nicht nur ein dankbares Medium für Katzenliebhaber, sendungsbewusste, streitlustige Leserbriefschreiber, Langweiler und irgendwie zu kurz gekommene Polit-Querulanten. Nein die Blogosphäre ist wohl auch das ideale Umfeld für im klinischen Sinne psychisch Kranke, die hier ihre Sicht der Dinge der ganzen Welt mitzuteilen versuchen und auf viele Interessenten und entsprechende Backlinks treffen. Mussten derlei pathologische Publizisten früher noch stapelweise selbstgemalte Plakate hektographieren um auf die Verfolgung durch internationale Geheimdienste sowie Angriffe durch Sender hinzuweisen, bietet sich heute »Deutsch-Bloggersdorf« als ideale Plattform an. Sowohl zum spammen, als auch um hier inhaltlich wahrgenommen zu werden, je schwachsinniger desto besser — es herrscht thematische Saure-Gurkenzeit.
Menschen die eigentlich alle Weblogs und deren Autoren als Teil einer umfassenden, von der Bundesregierung finanzierten Verschwörung sehen und damit drohen alle zu verklagen sind schon verrückt genug, man muss sie nicht noch reizen und in ihrer Psychose bestärken. Den Spamfilter um die entsprechenden Adressen zu erweitern reicht völlig aus, ansonsten sollte man Schizophren-Paranoiden gegenüber ein wenig Milde walten lassen. Ignorieren bietet sich ebenfalls an, bei den diversen »Hassbloggern«, mutmaßlich verwachsenen, introvertierten, adrenalindurchpulsten Männern ohne Freundin, die das Internet entdeckt haben, um es »rauszulassen«. Begrüßenswert, wenn jene kauzigen, kleinen Kläffer sich selbst therapieren, können ja schließlich nicht alle Hip-Hop-Star oder Amokläufer werden.
Meinte M. Becker am 21. Juli 2005 um 23:58 Uhr