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Apparate

Polsterarbeiten mit dem Tacker selbst ausführen!

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Polsterarbeiten sind leichter zu bewerkstelligen als gemeinhin angenommen, zu diesem Behufe hatte ich vor Tagen schon im Baumarkt einen Tacker erworben — ein preisgünstiges Einsteigermodell, da ich in dieses Metier erst einmal hereinschnuppern möchte. Die zu bewältigende Aufgabe bestand in dem Auswechseln einer beschädigten und unansehnlich gewordenen Sitzfläche eines hölzernen Drehstuhls, der über schöne geschwungene Armlehnen verfügt. Die jugendstilhafte Sitzgelegenheit harrt ohnehin schon seit geraumer Zeit einer intensiven Behandlung mit Möbelpolitur, demnächst also Möbelpflege-Spezial. Der alte, schäbige Bezug war mit zahllosen Metallstiften an dem Holzrahmen des Stuhles befestigt, das Entfernen dieser, ist eine Arbeit, die die Geduld des Handwerkers wahrlich auf die Probe stellt. Die endlich sichtbar werdende Oberfläche präsentierte sich leider als uneben und schartig und machte eine Bearbeitung mit der Schleifmaschine unerlässlich. Nach dem Zuschneiden des Leinenstoffes, dann die Arbeit mit dem Tacker um das geschmackvolle Bezugsmaterial am Holzrahmen zu befestigen — der eigentliche Vorgang des Polsterns. Höchst effizient und im Ergebnis ausgezeichnet, so bewerte ich das Arbeiten mit dem Tacker, wie anstrengend und schädlich für das Werkstück, da Löcher hinterlassend, waren vergleichbare Arbeiten früher mit Nagel und Hammer!
In seiner Anmutung ist der Tacker ein kleines, aggresive Geräusche machendes Werkzeug, neben Flex und Kettensäge ein Gerät dessen Arbeitsunfall-Potential man sich lieber nicht allzu deutlich vergegenwärtigt.

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19. August 2005
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