Wie sehr ich die Ankunft hierher ersehnte, während den mir aufgebürdeten Jahren im Wald.
Meine Stiefel sanken mit den Schritten schmatzend hinab und winzige Falter stoben bei meinem bangen vorbeistreichen auf von den Blättern. Gelegentlich spürte ich die Ketten von Güterwaggons jenseits des widerspenstigen Grüns, das mich umspann und schließlich stoisch nach mir griff, auch mit rostverschorften Dornen, die meinem Leib auflauerten, daß Blut hervorsickerte und zögerlich hinabrann über meine krustigen Schenkel. Die Hunde belferten, wenn auch durch die Zeit verhalten; bei Tag, wenn ich über die Steppe ging und die Sonne gellte, mir die Lunge matt war vom Staub und bei Nacht, wenn ich im Moor schlief, mir ein Lager aus triefendem Torf zurechttrat und nicht am Feuer saß. Immer hielt ich inne und trank aus der Zinnflasche, die ich bei Dunkelheit in der Waldhütte eines Muschiks gestohlen hatte und ich blickte beim Trinken hinauf in den Himmel, ob der Herr Regen schicken würde oder einen Sturm.
Jetzt liege ich rücklings im halbdunkel auf dem staubigen Boden und flattere mit den dürren Ärmchen um mich hinabzuwedeln in die köstliche Erde, wie eine Flunder. Vorzüglich kühle und aromatische Luft gibt der Herr mir hier zu atmen und einen Knust Schwarzbrot fand ich von seiner Hand vor. In Raum und Zeit hat sich eine aufgelassene Kosakenmiete zu meinen Gunsten materialisiert, die aus bitumenbestrichenen Bohlen gefertigt wurde und draußen im Sonnenlicht von einem Ring aus sieben summenden Bienenkörben umstanden wird. Einige der Bienen schweben schwerfällig, scheinbar wie suchend, unter der Decke und auf einem Sims aus splittrigem Holz steht eine schwächlich glimmende Butterlampe.
Ehe ich die Drohnen der Deutschen sah, hörte ich sie. Ich saß auf einer kleinen Anhöhe in einem Dornenbusch sicher verborgen, rauchte und trank Kwas, in dem Moosbeeren schwammen. Da gewahrte ich, wie sich die Drohnen, angesichts der roten Dächer des kleinen Weilers, der unten beim Bache lag, aus schwärmendem Umherstreichen zu gezielter Zerstörung formierten in titanischer Funktionalität. Sonnig und sehr still war es an diesem Tag und die Kirschbäume blühten. Auch die Vögel waren verstummt, daß ich das rotieren und zarte klickern der Festplatten im Kern des schwarzen Kruppstahles zu vernehmen meinte. Es mögen wohl an die zwei Dutzend gewesen sein. Schließlich wurden leicht entflammbare Kampfstoffe in die Ausstoßdüsen gepumpt.
Mein Vater fuhr ein stattliches Auto, dessen Motor nach Herrenzimmer und Antilopenleder klang. Einst bewohnten wir auch ein gutes Haus. Dann brachte man uns zu einer Waldstelle, wohl hundert Werst von den Gleisen entfernt, und mein Vater musste seine Uhr abgeben.
Der Kandidat ist ein Endzeitkandidat; ein Kandidat, dem naturgemäß nur noch brennende Hochhäuser und schwarze Drohnen folgen können, die zitternde Laserstrahlen aussenden auf die Röcke gegen den Palast marschierender Bürger, die Fleisch und Flachbildschirme wünschen. Zurück bleibt ein Replikant, der einst durch die Luke eines unterirdischen Laboratoriums auf die Erdoberfläche geworfen wurde, und der eine schöne Krawatte trägt, die der Pöbel zornig zerreißen wird, wie es tolle Hunde tun und während die Pforte erbrochen wird, sich die Wächter also in ihrem Blute winden, erhebt sich ein Hubschrauber krängend und träge vom Dache des Palastes.
Durch die Sicherheitsglasscheiben eines in Fahrt befindlichen Fahrzeuges und ferner durch die rasch oszillierenden Öffnungen einer Steinschlaggalerie wird ein giftgrünes, von Quellen durchquollenes, gipfelwärts von Nebeln umnebeltes Felstohuwabohu sichtbar.
Unversehens weitet sich der gegen das mahlende Gestein von Beton umschlossene, dem Berge abgetrotzte Straßenraum zu einer finsteren und feuchten Parkbucht, wie unverwandt wahrgenommen wird, verdunkelte und beschlagene Autos stehen dort – lauernd – und adlerhorstartig ist ein von heimlichen Leuchten heimelig erleuchtetes Geschäft talseitig befestigt; hinter Schaufenstern – von wulstigen Gummilippen gerahmt – wird Reisebedarf vorgehalten, wie etwa ein wunschgemäß recht kühl temperiertes, von pfandfreiem Polyethylen ummanteltes diätisches Getränk hinter einer mit falschem Frost bedruckten Schaukühlschranktüre.
Gestern besuchte ich einen Ort, dessen Anblick ich Zeit meines Lebens nur en passant und durch Fahrzeugfenster kannte. Ein Friedhof, der zu vier Seiten von Eisenbahnstrecken und Autobahnen umflossen wird. Das Gelände befindet sich auf gletschergeschaffenem Bodenniveau, wurde aber von brausenden, in Hohlwegen verlaufenden Verkehrsströmen zu einer Insel geschnitten. Als ich über die schmale, zum Friedhof führende Metallbrücke ging, unter mir die von Schmelzwasser graubraunen Fahrzeuge, dachte ich an Böcklins lebenslanges Sujet, das hier in dystopischer Ausformung vorliegt. Die Gräber und Namen auf den Grabsteinen sind gründerzeitlich. Unter nassen Eisplatten rann träge Wasser hervor, die Sonne schien verhalten und einzelne Amseln sangen in den Ästen der alten Eichen oder am Fuße von Rhododendronbüschen. Einige der Gruften scheinen nur noch von den sie umschlingenden, armstarken Efeurhizomen gehalten. Engel und Medusen, die Zeit und Messingwasser kränklich grün werden ließ. Hier liegen verstorbene Besitzbürger und ihre Namen sind in serifenlosen aber vormodern schwellenden Majuskeln in Muschelkalk getrieben. Ausgehender Jugendstil, beginnender Neoklassizismus, wie oft an solch vermodernden Orten. Das Gelände ist recht klein, vielleicht etwa halb so groß wie mein Garten und ähnlich wie Böcklins Gemälde im Zentrum dicht von Bäumen bestanden und gegen die Brandung zu drei Seiten mauerumschlossen. Jenseits der porösen Umfriedung, wo das Gelände gen Autobahn und Schienen abfällt, sprießen junge Birken aus Waschmaschinen und junge Graffittikünstler staksen durch widriges Dornengesträuch.
In diesem schmalen Streifen zwischen entfesselter Kinetik und Totenreich, dieser Ungunstlage, die eigentlich ein Unort ist, siedeln Kleingärtner. Es sind wahre Siedler, die karges Land urbar machten und ihm kraft Technik und Glauben Wert in Form von Heimat abtrotzten. Mir scheint diesem Bild ein Wirken innezuwohnen, daß diametral zu dem der Medien ist. Ich sehe hier das Werk von Menschen, die Sägen und Hämmer zur Hand nahmen um eine Laube zu errichten, die Geranien pflanzten und eine Hollywoodschaukel rausstellten, die Doornkaat trinken und Bundesliga im Fernsehen anschauen: Segen der märkischen Erde!
Wer benötigt jedoch eine Medienmaschine, die Gold zu Scheiße verwandelt? (Wobei Gold die reine Information darstellt und Scheiße schließlich die Meinung von Weblogautoren) Ich wünsche aus dem Inneren geschöpftes, unmittelbar Erlebtes, Erdachtes oder Gewusstes; Autoren, die eloquent über Möbelbau oder Alpenpflanzen zu schreiben vermögen, die beschlagen sind in flämischer Genremalerei wie im Golfsport, die über eine historische Schusswaffensammlung verfügen, mit dem Imkereiwesen vertraut sind oder vielleicht gerade eine Expedition zum Kilimandscharo durchführen. Was ist muss sterben; stockfleckig, feucht und von Rissen durchzogen ist dieser Medienpopanz und ich warte still auf sein Ableben, wie ein Volk stoisch das Ende eines greisen Diktators ersehnt.
Dies sei sein täglicher Weg zur Arbeit, sagt ein Mann und weist vage in eine Richtung, in der eine Straße zwischen Hochhäusern und Supermärkten recht geradlinig und mehrspurig verläuft. Es sei eine schöne Gewohnheit dort entlangzufahren, mit dem Auto, auch wenn die morgendliche Fahrt durch ungünstige Ampelphasen getrübt werde, so der Mann. Die Fassaden der Häuser sind akzeptabel renoviert, vorwiegend in vitalen Buntfarben. Durch die Vielzahl der Supermärkte und Tankstellen entsteht eine gesunde Konkurrenz, von der der Verbraucher im Endeffekt nur profitiert. Da und dort einen geeigneten Parkplatz zu finden sei beschwerlich. In einem Urlaubshotel sei lauwarmes Essen serviert worden; an einem anderen Ort seien hingegen die Speisen befriedigend gewesen, also schmackhaft, wohltemperiert und reichlich, auch liebevoll angerichtet und vergleichsweise preiswert, sagt man. Geplant ist eine Fahrt mit einem historischen Ausflugsdampfer, wie dem Gespräch, das der Mann mit einer neben ihm sitzenden Frau führt, zu entnehmen ist. Der Spätsommer sei eine Herausforderung an die Menschen, die geeignete Kleidung zu wählen, morgens, vor dem Dienst, so die Frau. Ist man in der Septemberfrühe, deren Luft mitunter schon herbstlich frisch ist, recht gekleidet, so transpiriere man in den noch sonnenreichen Mittagsstunden und umgekehrt. Er setze auf das sogenannte Zwiebelprinzip, erwidert der Mann munter und zupft leicht an einem braun, violett und weiß gestreiften Feinstrickpullunder. Die übrigen, den Leib des Mannes umhüllenden, Textilschichten bestehen aus einem resedafarbenen Hemd, sowie einer erbspüreefarbenen Übergangsjacke.
Die Zeit strömt, durch Geburten, Todesfälle und Ähnliches nur notdürftig strukturiert vorüber. Dem, der nicht dem Äther folgt, bietet ein ebener Parcours von schönen oder nützlichen Körpern aus Metall, Stein, Fleisch, Kunststoff oder Glas eine gewisse Führung, wie eine intelligente Flipperkugel, die, aus sinnvollen und kybernetischen Gründen, um eine ruhige, also an Wendepunkten arme Laufbahn bemüht ist. Freudiges Aufgehen in einfältiger Istigkeit oder das erhabene Verheddern in elfenbeintürmischer Metaschwuchtelei scheinen mir zwei wesentliche Abgründe menschlicher Gratwanderung zu sein.
Der Sommer sei nun vorbei, sagt eine Frau. Sie sitzt in einer, von einem Ölradiator übermäßig geheizten, Gaststube eines Bootsverleihs auf einem weißen, von Posamenten verzierten Kunstfaserkissen auf einem Küchenstuhl. Man kann Würste mit Mostricht kaufen und Kindlbierflaschen. Sie trägt eine formlose Strickjacke und ist die Betreiberin des Bootsverleihs. Auch krieche die Feuchtigkeit vom See hinauf, sagt sie – wohl in die Knochen, denke ich – und sie deutet auf einen Bilderrahmen an der getäfelten Wand, dessen Passepartout sich leicht wellt, als Indiz. Es ist die gerahmte Photographie eines weißen Riesenpudels mit ordentlich parallel ausgerichteten Vorderpfoten, der, als er noch lebte, auf dem gleichen, floral gemusterten Fußbodenbelag lag, auf dem ich jetzt stehe um ein Ruderboot zu leihen und der ausgetreten ist, da jeder, der ein Ruderboot zu leihen wünscht, hier stand und einst stehen wird. Die Einrichtung ist vergilbt aber abwischbar und es riecht nach gepflegtem Verfall. Auf dem Wasser des Sees schwimmen Blesshühner, die melancholische Geräusche machen und verletzlich wirkende Schwimmerköpfe. Nach der einstündigen Ausfahrt habe ich mehrere Blasen an den Händen.
Myop plierend und mit Hang zu einer Rückenfehlstellung beugt sich ein Handelsreisender von 46 Jahren über seinen Computermonitor, der die Zellen einer Tabellenkalkulation darstellt. Durch die industriell gestanzte Trinköffnung eines großgastronomieüblichen Polystyroldeckels, wie er zum Verschließen von heißgetränkegeeigneten Hartpapierbechern Verwendung findet, lässt der Handelsreisende einen hastigen Schluck Kaffee in seine Speiseröhre rinnen, sodass im Rahmen der pharyngealen Transportphase eine uneindeutige, wohl aber auch mit der Getränketemperatur zusamenhängende Grimasse über das scharf rasierte, doch weich geschnittene Gesicht des Handelsreisenden huscht – das Gesicht eines betagten Kindes. Der Handelsreisende belegt einen Fensterplatz mit Tisch, in einer Ruhezone der ersten Wagenklasse. Die Regenwahrscheinlichkeit ist hoch; bald ins tintig pechschwarze, bald ins königsblaue spielende Stratocumuluswolken haben sich tief zusammengeballt und umfasern die orangerosa und schemenhaft über der Grundbach-Talbrücke emporsteigende Sonne stark bis sehr stark, sodass eine ebenso dramatische wie pittoreske Lichtsituation von maximal 43 Lumen pro Quadratmeter herrscht, dort draussen – jenseits des Verbund-Sicherheitsglases, vor dem die Kulturlandschaft des Weserberglandes vorübergleitet; wo, wenn nicht die Scholle vom Beton der Profanbauten versiegelt ist, gemäß Raumnutzungsplan alternierend Forstwirtschaft und Ackerbau betrieben wird. Mit von gespenstischer Geräuschlosigkeit geprägter Geschwindigkeit schnellt der Schnellzug nun, nach einer Passage durch Forst, gravitätisch hinaus in das Freiland und der Zugführer wird seine Fahrweise den Gegebenheiten anpassen, er wird mit Seitenwinden rechnen, er wird sich dräuenden Wildwechsels bewusst sein. Siehe, da stehen zwei Stück Rotwild (mit ungefegtem Geweih) auf einem Flurstück und äsen; der Boden ist durch Frühnebel bewabert wie ein französischer Edelschimmelkäse von flauschig weißer Pilzkultur.
Das Sitzplatzkontingent des Zuges von 658 Sitzplätzen ist zu nur 47% ausgelastet, somit unwirtschaftlich, leider, wobei 69% der Belegung auf Geschäftsreisende und 29% auf Reisende mit privaten Beweggründen entfallen, 2% machten keine Angaben. Der gegenüber früheren Baureihen verbesserte Sitzabstand von acht Zentimetern stellt objektiv ein geldwertes Komfortmerkmal dar.
Eine Mutter und ihr Kind reisen in einem Mutter-Kind-Abteil; das Kind, ein blonder Bub – neun Lenze jung – spielt auf der taubengrauen Auslegware mit einer realistischen Szenerie aus Fahrzeugen, Menschen und Gebäuden aus Kunststoff. Die Mutter, ein alleinerziehendes Frauenzimmer von 35 Jahren, ist in die Lektüre eines kleinen klebegebundenen Lehrbuches versunken, sie bereitet sich so auf den Toefl-Test vor, und würde, fragte man sie nach der Motivation ihres Handelns, berufliches Fortkommen als Grund anführen. Sie trinkt aus einer vom Einwegpfand befreiten PET-Leichtflasche, ein Getränk mit Rooibos-Auszügen und trägt die Haare eingedreht, wie es der Mode ihrer Peergroup entspricht. Später wird sie dem Privatfernsehen, auf die Frage, wie sie sich währenddessen fühlte, antworten, sie habe schnelle Schritte, ein dumpfes Stampfen, gleichsam ein Rennen auf dem Gange gehört, jedoch nichts gesehen, da die schwefelgelben (RAL 1016) Vorhänge, die sie vorzog um Intimsphäre zu erzeugen, ihr die Sicht auf die Vorgänge verschleierten.
Die schweren schmiedeeisernen Zeiger der Uhr rückten eben auf halb zehn, als die Sonne scheu durch das wasserblaue Wolkendickicht (RAL 5021) auf den urbaren ostfälischen Keuper jenseits des Endelskamptunnels hinabblinzelte, hinab auch auf den rotweißen Pfeil aus Titanstahl, der die Reisenden – jung wie alt – in alle Teile unseres Landes trägt und der die endlosen Maisfelder beiderseits des Gleiskörpers mit futuristischer Anmut zerschneidet, gleichsam durch ein Meer aus Grün pflügt – ein grünes Meer aus Blattwerk, dem der hier verwurzelte urige Landmann, mit schweren, Dieselöl ausschwitzenden Maschinen und großen Händen – wenn es dann endlich, endlich an der Zeit ist – mühevoll das Korn abringt – der Mais, das gelbe Gold Niedersachsens (jährlich 12 Millionen Tonnen). Dank Neigetechnik beträgt die Reisegeschwindigkeit – wie vom Leitstand vorgesehen – 160km/h und alle Anschlusszüge würden erreicht werden, wenn nicht plötzlich, aus heiterem Himmel, gänzlich unerwartet dem Maislaub bislang verborgene Reiter entsprengten und ihre Pferde so antrieben, das aus den Nüstern der Tiere der Rotz flatterte, die Mäuler japsend weit aufgesperrt wären und die Adern an den Pferdeköpfen anschwöllen um die erforderliche Leistung abrufen zu können. Es handelt sich um einen Hinterhalt, den Banditen vorbereiteten, kaltblütig und von langer Hand geplant wie man sagt; vierschrötige Männer, die lederne Ponchos tragen aus Hyänenleder, Augenklappen und Flinten, denen rote Federn im filzigen Haar stecken, deren faltig gegerbte Verbrecherhaut zu nicht geringen Teilen benetzt ist von grünem Schleim mittlerer Viskosität und die rasch reiten, im gestreckten Galopp. Die Reittiere – ausnahmslos schwarze Mustangs – sind scheinbar wie vom Teufel besessen, so flink ackern die Beinchen, daß das Auge des Betrachters nur mit Mühe folgen kann. Und so präsentieren sich die Banditen auch für die Reisenden des Schnellzuges recht barbarisch und entmenscht, wie sie gröhlen – so atonal und wölfisch, wie der Wind in ihre hundertfach geflickten Röcke fährt, wie die mordlustig geschwenkten Hiebwaffen in der Morgensonne blitzen und nicht zuletzt, wie von den wulstigen Unterlippen goldbraun der Fusel perlt.
Später: Wie ist also die Sicherheitslage im Inneren des Zuges? Wie wird sich die Situation in dem okkupierten Schnellzug entwickeln, werden von jugendstilhaftem Flor umspielte Jungfrauen auftreten, gleichsam aus dem Äther in die Szenerie herabschweben, und unter Streicherklängen mit weißen Zehenspitzen das stählerne Dach des Eisenbahnwaggons sanft durchstoßen, als handele es sich um die spiegelglatte und mit einer Vanilleblüte verzierte Oberfläche eines ziegenmilchhaltigen Wellnessbades? Oder wird der 46 jährige Handelsreisende seinen Geschäftstermin in Fulda verpassen und wird ferner die 35 jährige, alleinerziehende Mutter ihr Toefl-Zertifikat nicht ablegen können, da sie zu Objekten eines feige und hinterhältig durchgeführten Massakers degradiert werden? Gleich! Achtung, werte Rezipienten, der nachfolgende Text ist für Jugendliche unter 16 Jahren nicht geeignet.
Der oder die Täter haben sich ein Opfer aus der verhuschten Masse der grauen Menschen herausgepickt, sie schubsen das Opfer umher und johlen dabei, wie es dem Habitus von Gewohnheitsverbrechern entspricht, eine amorphe Tätermasse und ein Opfer, dessen Physiognomie von Adrenalin entstellt ist, das jedoch nicht gesichtslos ist, es besteht eine emotionale Verbindung zwischen Ihnen und dem Opfer, es handelt sich um den eingangs skizzierten 46 jährigen Handelsreisenden, der einen Retriever-Mischling, eine bildhübsche Ehefrau und zwei großäugige Kinder (die einmal zum Mond fliegen möchten) hinterlassen wird und dessen Gedärm sich, durch einen kühnen und voller Hass ausgeführten Schnitt in die Bauchdecke auf die taubengraue (RAL 5014) Schlingware des Schnellzugbodens ergießt und sich dort windet; milchig hellblau und warm, von einem ermattendem Wimmeln leicht bewegt wie ein liederlicher Haufen von roséfarbenen Würsten in zartem Saitling, die kürzlich mit obszön schmatzendem Geräusch einer Produktionsmaschine des vieh- und fleischverarbeitenden Gewerbes entflutschten. Disclaimer: Der oder die Täter gerieren sich wie Tiere, indem sie ihr Opfer wie Vieh behandeln. Die perlweiße Wandverblendung (RAL 1013) ist ebenfalls über und über mit Fahrgastblut (RAL 3009) bespritzt, als handele es sich um eine Arbeit aus der imaginären roten Phase des Kunstmalers Jackson Pollock auf Polycarbonat. Diese True-Crime-Schilderung wurde Ihnen nicht präsentiert um Ihre Sensationsgier zu stillen, sondern um Ihnen ein plakatives Abbild (enthält Amateurbilder) von der Verworfenheit der Welt zu liefern.
Wenig später: Politiker aller Parteien reagierten einhellig mit Bestürzung und verurteilten den Anschlag als hinterhältig und feige. Die Welt wird nun nicht mehr so sein wie vorher, so ein Sprecher. Können Sie bereits Angaben zur Anzahl der Täter machen? Währenddessen: Mitten im Leben umfangen vom Tod, so ein Aphorist. Viele Menschen im Land sind sprachlos; es sei unfassbar, so eine Passantin (64, brünett, Mutterkreuzträgerin). Augenzeugen sprechen von mehreren Tätern, die Männer seien vermutlich zu allem entschlossen und stünden offenbar unter dem Einfluss von Drogen (Quelle: Internet). Blamm! Blamm!
Blicke ich in einen Spiegel, so beschleicht mich erneut das Gefühl, daß Haare komisch sind. Je mehr Haare, desto komischer. In Badezimmern mit fließend Warmwasser lässt sich das Haar mit duftenden Shampoos fein waschen, mit dem Föhn in seidige Wellen, in beliebige Formen legen, doch wehe, eine Böe fährt hinein, wenn der Mensch das Freiland betritt, denn mit dem Winde lagert sich der Abrieb von Autoreifen und Blütenstaub ab; Kleinstinsekten verschlägt es aus physikalischen Gründen in dieses Towuhabohu aus Hornfäden und nicht wenige finden im Haar, welches wegen Verwirbelungen unweigerlich Werg wird, ihre letzte Ruhestätte.
Wäre ich ein Marsbewohner, eine elektrisch schimmernde und schwebende – einen Supercomputer ummantelnde Kugel aus Panzerglas etwa, und wollte mir interessehalber einen Eindruck von der, die Erde bevölkernden Fauna verschaffen, so stünde ich speziell dem Konzept Säugetier, mit seinem Fell und dem ganzen inneren Geblubber und glibschigem Gekröse ohnehin mehr als kritisch gegenüber; am wenigsten jedoch überzeugte mich wohl der Mensch, mit seiner partiellen Behaarung und den daraus naturgemäß resultierenden riesigen und von Talgdrüsen durchbrochenen Hautflächen, die mich, nicht nur als Supercomputerglaskugel, an hügelige, einst von fruchtbar humiden Urwäldern bedeckte Landschaften erinnern würden, die dann und dann König Sowieso abholzen ließ um eine Kriegsschiffflotte bauen zu lassen oder zum Heizen. Ein Koalabär oder ein Hund ist, im Gegensatz zum Menschen, bezüglich seines Haarkleides wenigstens in sich konsistent und verfügt zudem über vergleichsweise flauschige und allgemein anerkannt hübsche Pfötchen, mit denen er vortrefflich in seinem Habitat umhertapsen und einfache, den Arterhalt betreffende Handlungen durchführen kann. Der Mensch, unbeirrt von Jahrmillionen des Scheiterns, des sich immer und immer wieder Aufrappelns, versteht es jedoch vermittels seiner ästhetisch umstrittenen Extremitäten in modernen und abstrakten Arbeitsprozessen Mehrwert zu erwirtschaften. Als Zerspanungstechniker etwa oder als Floristin auf einem internationalen Flughafen. Kuppeln, Gas, Bremsen: auch einem zeitgemäßen Fuß wird heutzutage einiges an Motorik und Koordinationsvermögen abverlangt. Ein Nappaleder-Berufskraftfahrerfuß, von stremmenden weißen Sportsocken umhüllt, an deren Ferse sich fettreiche Fußausscheidung sukzessive zu gelblichem Grind verdichtet, ein Eldorado des Nagelpilzes, durchklungen vom schwachen aber kehligen Klagelied der kleinen Zehen, die die Evolution schon seit geraumer Zeit auf dem Kieker hat.
Ungezogene Grapschhände, aufgeblasenen Gummihandschuhen nicht unähnlich, die werksseitig mit Wurstfingern ausgestattet wurden und die bleich wie Maden sind, von vereinzelten, sich kläglich ringelnden blonden Haaren besetzt, fleischig, zerschrunden und ungelenk, greifen nach Lebensmitteln, welche ich als Verbraucher gezielt verschiedenen SB-Theken entnahm, da sie meinem Anforderungsprofil weitgehend entsprechen, die, da der mich betreffende Bezahlvorgang einvernehmlich abgeschlossen wurde, mein Eigentum darstellen, werden ungestüm, in einer groben Form der Geschäftigkeit zur Seite geschoben, um Platz zu schaffen für eingeschweißte Güter, hinter deren transparenter Haut aus Kunststoff teilweise Tierblut schwappt, welches unterschiedlich große, sich aus Gründen der Oberflächenaktivität zu Gruppen fügende Bläschen wirft. Während des Erfassungsvorganges größerer Gebinde, die vermittels eines externen Handgerätes durchgeführt werden, zuckt gelegentlich ein roter künstlicher Strahl über den Oberkörper der jungen Kassiererin, deren Klarname auf einem, über ihrer linken Brust dauerhaft befestigten, Schild ausgewiesen ist. Meine Lebensmittel und Früchte werden regelrecht geworfen, geschleudert kann man sagen, unachtsam und wiederholt widerrechtlich berührt um Raum zu schaffen am Fuße der Warenrutsche für das Eintreffen von grellen Limonaden in Sichtverpackung, Phil-Collins-DVDs (sinngemäß, Abb. ähnlich) und natürlich, wie erwähnt, Fleischbrocken mit unsichtbaren Madeneiern auf gelbem Styropor in Blister aus Dinosaurierleichen. Speziell meine Früchte also, die ich mit Bedacht auswählte, erhalten durch die ungeheuerlich unsachgemäße mechanische Behandlung nicht gewünschte Druckstellen und von der Greifhand stammende Bakterien und widerlich wimmelnde Viren lagern sich auf der Fruchtoberfläche ab, daß ich recht gerne eine 45er aus meinem imaginären, mit Westernmotiven bestickten Schulterholster aus Büffelleder zöge, und dem Mann mit den hässlichen Blähhänden das beschissene Gehirn rausbliese, daß ein feiner Blutnebel die feilgehaltene Convenience-Kost netzte und Teile der hinteren Schädeldecke, das paarige Scheitelbein Os parietale etwa, im Bereich der Unterhaltungselektronik abregnete, da es dem aufgedunsenen Jüngling offensichtlich am rechten Benehmen gebricht, sodann die ebenfalls madenhaft ungeschlachte Partnerin des Flegels, die Kassiererin sowie herbeieilendes Sicherheitspersonal und so fort, bis alle fünfzig Magazine aus meiner Anglerweste leer wären und das ganze verfickte Einkaufszentrum in den Flammen der Gerechtigkeit verginge (selbstverständlich unter Freisetzung von Dioxin) – so aber beschränke ich mich darauf, leicht die Stirn zu runzeln.
Das Schnäbelchen pocht energisch von innen an die Schale, daß ein erster Riss entsteht. Ein Entenküken begehrt Einlass in die Welt.
Die Welt ist gut, die Welt ist schlecht; gleichsam ein fertiger Holzschnitt, der aus dem Fernseher purzelt, auf die Auslegware: es ist die Wahrheit; darauf haben Künstler in verschiedenen Arbeitstechniken Wirklichkeitsebenen und Deutungen, im wesentlichen vermittels Aquarellfarben, auflasiert, aber auch gespachtelt und mit Wachsmalstiften hingekrakelt. Bitte nehmen Sie es so, wie es ist. Im Gefieder des juvenilen Ententieres, wird einst eine Milbenart ihr Domizil aufschlagen, wird dort, sehr gelassen ihren evolutionären Plan weiterverfolgen, das Leben in Entengefiedern noch zweckmäßiger zu gestalten. Die Welt feilt an den Nukleinsäuren, die weise Milbe lässt geschehen. Schnellzüge stampfen durch Bergtunnel und Astronauten, deren Augen aus Bergkristall gefertigt sind, steigen ins All hinauf und die Welt hüllt sich in Schwefelqualm.
Stakkatohafte Technobeats peitschen durch die Bohnerwachsgänge eines Hochbegabten-Internats ob Davos. Marie-Luise, designierte Bestsellerautorin, Eisprinzessin, Tennis-Ass und Ausnahmepianistin in spe, des Studienrates jüngstes Töchterlein, ein Backfisch von siebzehn Lenzen, sitzt, lediglich mit einem Ich ziehe Otterbabys dem zweiten Weltkrieg vor-T-Shirt bekleidet, unweit des Fensters, an einem Russentisch und ihr zartes Koksnäschen kräuselt sich recht reizend, als ein Leuchtmittel über ihrem güldenen Lockenkopfe erscheint, da ihr augenblicklich Schuppen von den Augen fallen: Gewiss, Hedonismus lautet das Lösungswort! Die Buchstaben nun flugs aus den Überschriften führender Lifestyle-Magazine ausgeschnitten, mit Nagellack und Glimmerstaub zusammengepappt, sodann gefaltet, zu einer Origami-Hydra mit vorknisternden Trotzköpfchen, die im Chor rufen: Siehe, Miniaturisierung und Beschleunigung wird da sein, ein apokalyptisches Rumoren und Schaben; mehr sollt ihr nicht erwarten. Aber das ist ja auch schon allerhand und nicht Nichts, denkt man, im Transit eine kleine Siedlung von feinstaubmatten Wohnwagen gewahrend, die sich hinter die Böschungskante einer Ausfallsstraße ducken, an der nubische Prostitutierte in die Fahrerkanzeln rumänischer Berufskraftfahrer steigen um ihnen zu dienen. Die Bewohner essen hier zerhackte Tiere in brauner Soße, sie haben schwarze Zähne und ihre grindigen Füße schubbern träge über schäbige Acrylteppiche mit Brandlöchern darinnen. Alle hier Lebenden sind abhängig von einer Droge, die aus den gemahlenen Leibern von Tausendfüßlern gewonnen wird. Der schorfartige Podsolboden, draussen, vor den Hängern, ist altölbeschmiert und übersät mit leergefressenen McDonald's-Verpackungen; ein Habitat der allerneuesten Schimmelkulturen und des Tschernobyltäublings, der, Pilzkundler werden es wissen, durch eine Wanderungsbewegung hierher geriet.
Der feine Herr Studienrat, des Backfisches alter Herr, wir erinnern uns, sitzt an einem anderen Ort, bei einer lauwarmen Tasse Kamillentee nebst zwei ungesüßten Haferkeksen, im Lichtkegel einer formvollendeten Stehlampe und beschriftet Post-It-Zettelchen mit peinlichst akurater Sütterlinschrift – Nonpareille versteht sich, das Material will schließlich genutzt sein. Kleine Bildungssentenzen und geistreiche Aperçus, Meyers neuem Lexikon oder Goethes Tagebüchern entnommen, die sodann in einen schweinsledern gebundenen Baedeker-Band eingeklebt werden, mit knöcherner Studienratshand, fein säuberlich, der feine Herr Studienrat gedenkt eine Reise zu unternehmen, zur Zitronenblüte – heim in den Schoß der Klassik.
Der Deutsche ist wenigstens evolutionär auf ganzer Linie gescheitert, wenn man ihn beispielsweise mit dem Hund vergleicht. Dieser ist sein ganzes Leben lang begeisterungsfähig und munter, er findet Gefallen an den größten Nichtigkeiten; Begeisterung, die nicht selten in Ekstase kulminiert, selbst wenn nur ein vollgesabberter Tennisball der Anlass ist. Hunde sind genügsam, fatalistisch, vergesslich und blöd, also optimal gewappnet um am domestizierten, somit unwölfischen Leben nicht zu verzweifeln. Im Gegensatz zum sentimentalen und degenerierten Deutschen, der einerseits intelligent genug ist, Fußbodenheizungen und Wunderwaffen zu ersinnen, andererseits aber nicht intelligent genug ist, seiner Gefühle, namentlich denen des Leids und seiner ihn verzehrenden Triebe – Kraft seines Geistes – Herr zu werden. Er neigt zur Schwermut, es ist in seinen Genen so angelegt, und wird zusätzlich noch befeuert durch den Konsum von Klassik, durch Goethe und diese ganze niederschmetternde Musik in Moll; der Alpdruck lässt sich weder durch Schunkeln, noch durch das Anzetteln von Weltkriegen dauerhaft abschütteln leider. Unter anderem deshalb liebt der Deutsche den Hund, wie Hitler seine Hündin Blondie, da er in ihm das erblickt, was er gern wäre, vielleicht nach der Wiedergeburt oder so: ein wehrhaftes und doch flauschiges Wuscheltier mit stattlichen Reißzähnen und gütigen Augen, das sein Leben mit schlafen, ficken, fressen und kacken freudig füllen kann ohne dabei zu verzweifeln und sein Scheitern als solches zu erkennen. Dem Deutschen gelingt das nicht, ob er sich unter das Joch seines genetisch eingeschriebenen Säugerprogramms beugt, oder ob er sich diesem verweigert, die Welt wird von ihm immer als im Grunde fade und fahl wahrgenommen. Daher sind die deutschen Städte so entsetzlich häßlich und Angela Merkel ist Bundeskanzlerin, der Schmerz drängt nach aussen, aus den Gehirnen in die Welt, all das ewige Elend der Deutschen materialisiert sich so als Ding und als Subjekt, auch als eingewachsene, von Pilzen verunstaltete, horngelbe und unappetitlich knorpelige Zehennägel in Gartensandalen aus grünem Gummi oder natürlich als immaterielles Holocaustgespenst. Was ist zu tun? Den Schulkindern sollten nicht mehr Die Leiden des jungen Werther aufoktruiert werden, weg damit – mit diesem Schmutz; die Objektleiter der Museen müssten die drakonische Direktive seitens des Kulturministeriums erhalten, die düsteren Ölschinken von Böcklin und solchen Typen abzuhängen, und diese in den Keller zu tragen; das hehre Ideal der Erziehung und der Erbauung sollte nunmehr Mario Kart für Wii sein beispielsweise, ein modernes Ideal also, ein Ideal, das das Leben und das Licht spielerisch, bewegt und farbenfroh verherrlicht; in der Rezeption leicht wie Gervais Obstgarten und dabei so überaus kathartisch und zuträglich für das unbeschwert seraphische Gemüt unserer Jugend.
Als ich mich neulich anschickte einen Spaziergang im nahen Stadtwald zu unternehmen wegen der ansehnlichen Laubfärbung unter anderem. Es gibt dort ein unscheinbares Eiscafé, ich übersah es wohl bislang, man führt auch Biowaren, aber es ist zweifelhaft möbliert. Ich so, hach ein Eis jetzt, vielleicht noch von guter Qualität. Als ich die gelblackierte Schwingtüre zu der Gaststätte aufdrücke, sitzt da eine Frau mit einer Tennisschlägertasche am Tresen. Mich gewahrend verharrt ihre Espressotassenhand irgendwo zwischen Mund und Tischplatte und stellt sodann zögerlich die Tasse direkt neben den Tisch, daß diese auf dem Kachelboden in 1000 Teile zerschellt und der umherspritzende Türkentrank auch Kleidungsstücke befleckt. Ich so ja hier einmal Heidelbeer-Joghurt, Caramel und Straciatella, was soll man machen, der Betrieb muß ja weitergehen. Dann dampfe ich ab mit meinem Speiseeis und blicke kurz durch die großzügige Fensterscheibe in den Innenraum. Angestellte mit Lappen, rote Ohren und Lassen Sie mal, ich mache das schon. Schön, das ist ja recht schmeichelhaft für mich im Moment, das Malheur ereignete sich schließlich weil ich ein gut bis sehr gut aussehender Mann in den besten Jahren bin, aber das wäre doch nicht nötig gewesen, man bestellt doch solche aromatischen Getränke in erster Linie wegen ihrer vitalisierenden Wirkung und weil sie angenehm temperiert sind. Frauen werden wohl heutzutage nicht mehr ohnmächtig und lassen auch nicht das Taschentuch fallen. Das sind Dinge die es nicht mehr gibt: Mieder mit Fischbein, spitzenbesetzte Taschentücher sowie gezückte Riechsalzfläschen.
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