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      <title>Hightatras</title>
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      <language>de</language>
      <copyright>Copyright 2008</copyright>
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         <title>Die Welt in meinem Ohr</title>
         <description>Beim Einschlafen habe ich manchmal das Gefühl, als ließe sich das Gehör durch Konzentration immer weiter verfeinern, als könne man mit den Ohren in beliebige Richtung auf endlose Reisen gehen. Durch die im Morgenwind leise raschelnden Baumkronen, immer schneller werdend, vorbei, an den, im Rhythmus des Flügelschlages knackenden, Gelenken ziehender Gänse, durch die Stratosphäre, knisternde Eiskristallwolken passierend, hinein in einen trägen Raum der Aeolsharfen. Je größer und erhabener, desto langsamer. Oder ein Mann, der zwei Straßen weiter klickend sein Portemonnaie aufmacht, um etwas Hartgeld zu entnehmen für die Zeitung, an einem Kiosk, der schon bedient; vom Zellstoff des Blattes nahtlos in seine Kohlenstoffstruktur, rasend und turbulent, als säße man mit Super Mario in so einem vergnüglichen Computerauto, bricht sich das Ohr Bahn durch das Maul eines schmatzenden, unter der Grasnarbe lebenden Engerlings um immer weiter hinabzuschnellen, durch kratzendes Gestein vorzustoßen in das brodelnde Innere der Erde oder später auf Deck eines Flugzeugträgers zu zerschellen mit dem Geräusch von Fallobst.</description>
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         <pubDate>Fri, 16 May 2008 17:06:06 +0100</pubDate>
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         <title>Direkte Ansprache in der dritten Person</title>
         <description>Man sieht hier noch das frühere Kino, später mit senfgeprenkelten Fliesen ausgekleidet zum Lebensmittelgeschäft, daß man mit dem Schlauch durchgehen könnte wenn nötig, die von schmalen Schlitzen durchbrochene Empore, von der die Filme durch einen – so stelle ich es mir vor – staubigen Saal an die Leinwand projiziert wurden. Eine Frau, wohl Russin oder Polin, die sich im Supermarkt mit zwei soeben gekauften Plastikbeuteln voller Blumenerde müht, so flachgepresste, die dann aber, sobald man sie unter den Arm zu klemmen versucht, nachgeben und schlapp in der Mitte durchhängen, zu sehr um sie würdevoll greifen zu können, zu wenig jedoch auch zum bruchfreien Falten des Gebindes. Da wendet sich schließlich die Kassierin in ihrem Drehstuhl der mutmaßlichen Russin zu, sie trägt eine Strickjacke mit Rentiermotiven, da Zugluft hier ein Problem darstellt, und die Tiefkühlregale ein zusätzliches an feuchter, an die Nieren gehender Klammheit aushauchen, und sagt – vielleicht auch weil sie mit der Russin vom Sehen bekannt ist, eine gut zahlende Kundin möglicherweise zudem, die auch Morchelöl oder andere hochpreisige und überkandidelte Waren kauft – sie kann den Einkaufswagen auch mitnehmen und später wiederbringen. Dabei blickt sie aber die Russin direkt an, so als spräche sie in der zweiten Person zu ihr, und lächelt etwas; die Angesprochene hat sich, der an sie gerichteten Worte wegen, aufgerichtet, von den Substratsäcken abgelassen und wischt sich schlanken Fingers einige Krumen von ihren safranfarbenen Hosenbeinen, die in blankgewienerten rotbraunen Lederstiefeln stecken. Will er den Kassenbon, sagt später die Kassiererin mich ansehend und mir zugleich das aus dem Drucker hervorkringelnde, zahlenbedruckte Papier mit fragender Geste hinstreckend.</description>
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         <pubDate>Mon, 21 Apr 2008 20:46:11 +0100</pubDate>
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         <title>Motiv Großstadt und Probleme des Transports</title>
         <description><![CDATA[Unversehens befinde ich mich in einem großstädtischen Tableau, einer Szene wie aus einem Bilderbuch, mit deutlichen Darstellern und emblematischen Ereignissen auf denen die dicken Finger von Kindern ruhen. Ein großes Auto hat sich auf der Fahrbahn quergestellt und ein kleines Auto ist in die Seite gescheppert. Alles kaputt. Der Fahrer des großen Autos steht auf der Straße und raucht lässig eine Zigarette, an sein rechtes Ohr hält er ein Telefon und spricht selbstsicher. Die Fahrerin des kleinen Autos ist auf ihrem Sitz zusammengesunken und schämt sich. Offensichtlich ist die Frau schuld. Ohne kleine Autos, keine großen Autos. Ich verlasse gerade eine Kleingartenanlage in der die Bäume knospen, einige blühen schon. Die Krume ist feucht und ein Hund kotete mit konzentrierter Mimik. Die S-Bahn donnert über einen nahegelegenen Bahndamm, daß die Büsche wogen. Eine kleine Kapelle tritt auf. Drei schnauzbärtige dunkle Männer, deren Oberbekleidung aus tarnfarbenen Uniformteilen und Turnhosen mit mangelhafter Paßform besteht und Schuhen, die am Hacken heruntergetreten sind. Schiefgelatscht, von mäandernden Falten zerbrochen. Und sie musizieren mit einer Trompete, einem Akkordeon und einer kleinen Trommel zum umhängen, inbrünstig, als trügen sie eine stumme Moritat vor, die von einem ethnischen Krieg berichtet. Und ein anderer Mann im Hintergrund hält Farbausdrucke in Din A 4 hoch, die belegen sollen, wie verschlagene Institutionen den Himmel verfinstern mit Flugzeugabgasen; der Mann hat nur noch wenige Zähne; ein vergilbter Schneidezahn ist sichtbar und er bittet um die Aufmerksamkeit der Menschheit. Ein Behinderter sitzt in seinem Rollstuhl und zuckt hospitalistisch. Eine Hälfte seines Gesichtes scheint zu fehlen, die Haut ist scharlachrot verfärbt und von geschwollenen schwarzen Warzen übersät. Der Behinderte steckt sich mit der Hand ein Wiener Schnitzel in den Mund; sein Mund ist sehr groß, ein Schlund vielmehr und dunkle Nüstern die unregelmäßig pfeifen. Die Szene ist schmerzhaft <i>inter</i>essant und wird durch jenseitige Flaschensammler zu einer dixschen Collage des Leidens ergänzt. Mehr noch als das hübsche blonde Mädchen mit den feuchten braunen Augen, die anmutig Pralinés aus einer transparenten rosa Cellophantüte fischt.]]></description>
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         <pubDate>Fri, 11 Apr 2008 00:22:46 +0100</pubDate>
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         <title>Routinemäßige Wartungsarbeiten werden durchgeführt</title>
         <description><![CDATA[Nachts, so um drei, wird das in einigem Abstand gegenüberliegende Hochhaus regelmäßig zu einem unwirschen Emoticon; mit seinen wenigen noch erleuchteten Fenstern blickt es zerknirscht herab auf das schlafende Westend, vergangene Nacht auch auf eine sich langsam von Osten her vorwärtslärmende Gleisabschleifmaschine (Topos Höllenmaschine), das betongegossene Lichtgesicht wird zunehmend zu einem schief lächelnden <i>Smiley</i> (Symbol für atonales <i>Acid House</i>). Der Apparat auf Eisenrädern kreischt und die Funken stieben, eine flächig erleuchtete Fassade nun wie um zwanziguhrfünfzehn bald. Nachtmützenbewehrter deutscher Michel läuft umher, pfropft erzürnt Ohropaxstopfen tief hinein in den Gehörgang, bis ins Gehirn. So ihr Lampenputzer, Großstadt! Hammerschlag und Häuserquader zittern…]]></description>
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         <pubDate>Tue, 08 Apr 2008 14:23:10 +0100</pubDate>
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         <title>Der junge Mann bekommt schon</title>
         <description><![CDATA[Die Welt ist mitunter nicht so organisiert wie es mir vorschwebt. Ob man mir wohl helfen könne, fragt eine junge Verkäuferin mit nagetierhafter Physiognomie mich forsch und mit antrainierter Munterkeit, sobald ich, mit vagen Kaufgelüsten schwanger gehend, an den Regalreihen der Sportabteilung eines führenden Kaufhauses entlangstreiche wie ein geschmeidiges Wildtier und ein Paar der zum Verkauf bereitgehaltenen Sportschuhe zögerlich prüfend in der Hand wiege. Ich verneine recht höflich und sie bleckt als Replik ihre bugsbunnyesken Schneidezähne. Ja, der Schuh sei ein sehr gutes Modell, also richtig top sage sie mal so, und zudem mit <i>Gore-Tex</i> ausgestattet. Allerdings würde selbst ein Blinder mit Krückstock, das, die Verwendung des atmungsaktiven Kunststoffgewebes bezeichnende Signet gewahren, welches schier unübersehbar an der Sohlenkante des Schuhwerkes prangt; somit wird meine Ahnung zu trauriger Gewissheit: die Worte der Fachverkäuferin sind nicht nur nutzlos, sondern zeugen auch von akuter Verblödung und einem hochgradig pervertierten Servicegedanken. Auch daß die Schuhe aus Herzogenauracher Provenience für schlanke Athletenfüße gearbeitet wurden, ist mir nicht neu. Es handelt sich vielmehr um einen alten Hut. Da pfeffer ich die Botten lieber gleich zurück ins Regal und strebe fluchtartig, sinnbildlich mit wehenden Rockschößen, gen Ausgang. Ich hasse Verkaufsgespräche. Das können sich jene Objektleiter, die ihre Angestellten zu penetranter Geschwätzigkeit drillen, getrost ausdrucken, mit dem Textmarker anstreichen und hinter den Spiegel stecken. Der Witz am Einzelhandel ist schließlich, daß ich die Waren persönlich in Augenschein nehmen kann; nicht – unter keinen Umständen – wünsche ich jedoch angesprochen zu werden. Beabsichtige ich allerdings einen Schuh anzuprobieren, so erwarte ich, daß umgehend dienstbare Geister lautlos um mich herum sch<strike>w</strike>arwenzeln und sowohl schweigsam als auch ganz Ohr werdend, meine Direktiven entgegennehmen, gleichsam aufsaugen wie ein Haushaltsschwamm, namentlich mir die gewünschten Schuhkartons mit langem Arm und einem angedeuteten Knicks aushändigen und sodann, in botmäßigem Abstand, devot den Blick senkend, mit der Wand, respektive der Auslegware zu schemenhafter Undeutlichkeit verschmelzen wie ein stummes Chamäleon in der Winterstarre, bis ich ihnen eine weitere Schuhgröße zuraune, auf daß meinem Wunsch mit wieselhafter Geschäftigkeit und eifrigen Bücklingen entsprochen werde.]]></description>
         <link>http://www.hightatras.org/warenwelt/der_junge_mann_bekommt_schon.html</link>
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                  <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Warenwelt</category>
        
        
         <pubDate>Sat, 05 Apr 2008 20:12:21 +0100</pubDate>
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         <title>Herr No genießt die Aussicht</title>
         <description><![CDATA[An manchen Tagen ist die Wohnung so ferienhaushaft in ihren Zeichen der Unbewohntheit, den Staubmäusen die sich zusammenrotten oder dem Wasserhahn der pathetisch quietscht. Und manchmal sehne ich mich fort von den nächtlich brabbelnden Fernsehern in ein traditionsreiches Sanatorium in dem strikte Nachtruhe herrscht. Behelfsweise zieht es mich zu ausgewiesenen Stätten der Naherholung. Ja, der Eintritt würde erhoben um die Abgaben für die Flugsicherung zu bestreiten sagt die Frau am Imbisstresen des Aussichtsturmes im Osten, an dem die Ausflügler auch gehalten sind Billets zu lösen, die sie zum Aufstieg berechtigen. Das kostet eine schöne Stange Geld sagt sie auf Nachfrage einer forschen kleinen Mutter, ja, selbstverständlich sei der Obolus pro Nase zu entrichten, und ich weiß, daß sie flunkert, wie sie ihren Blick senkt und den ausliegenden Pflaumenkuchen fahrig ordnet mit einer Plastiktortengabel. Das Objekt ist nicht gut in Schuß, man wähnt sich beim Treppensteigen in eine Kulisse des Computerspieles <i>Resident Evil</i> versetzt. Oben auf der Plattform lassen sich die Frauen die Sonne ins Gesicht scheinen und blinzeln geziert, während die Männer systematisch die Skyline erklären. Ich verspüre auch einen Skylineerklärungsimpuls in mir – und gebe ihm nach. Lange Ruderboote gleiten durch sonnenweiß glitzerndes Wasser und entfernte Kühltürme stehen kalkweiß vor dunkelvioletten Schneewolken. Man könnte hier recht komfortabel Selbstmord begehen, die Balustrade ist nicht sehr hoch, ich beschränke mich darauf runterzuspucken. In meiner Hand, der Schlüssel des Turmes, der letzte schließt dann bitte ab. Sie sind der letzte. Am Bund ist zudem ein orangefarbener Schuhanzieher befestigt sowie ein moosgrünes Synthetikband, in welches die Internetadresse des deutschen Heeres nebst Emblem eingewebt ist.]]></description>
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                  <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Umfeld</category>
        
        
         <pubDate>Thu, 27 Mar 2008 12:51:53 +0100</pubDate>
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         <title>Für die Vernichtung der Zeit</title>
         <description>Wie behaglich Berlin in werktäglichen Nächten ist. Wenn die Bahnen nicht mehr von griesgrämigen Arbeitern bevölkert werden oder von diesen unsteten trunkenen Rotten ergebnisorientierter und hysterischer Hedonisten wie am Wochenende. Sondern von einem gutaussehenden Italiener, der still ein Buch liest, und dann den leise summenden Fernsprecher zückt und recht schön betont mitteilt, daß er in der S-Bahn sei und in 20 Minuten daundda. Ein Mädchen, das sich aufbrezelt, und das Ergebnis mit dem Telefon photographiert und zur Selbstkontrolle zufrieden ansieht auf dem winzigen Bildschirm des Apparates. Schwarzhaarige Nyx und Tochter des 21. Jahrhunderts. Sie trifft sich um eins am Bahnhof Alexanderplatz mit einem jungen Mann dessen Haupthaar lang und blond ist und der sie leidenschaftlich auf den Mund küsst. Sie werden mutmaßlich etwas Schönes zusammen machen. Hier weht ein anderer Wind, der gellende Schrei der Werkssirene, das Trotten der Arbeiterstiefel und der bange Blick auf die Armbanduhr ist fern. Es ist schön, jetzt die Laufschuhe anzuziehen, zwischen drei und vier, wenn die Motoren der Kraftfahrzeuge verstummen und sich agile Kaninchen aus den blühenden Forsythienbüschen wagen zu einem frühlingshaften Reigen auf einer Siedlungswiese und die Luft frisch ist und die Straßen still, alleine das Fahrrad eines Botens, der Zeitungen in Briefschlitze steckt, quietscht eierig. Lebensfeindliche Unorte, die temporär zu karger, einsamer und schöner Nachtlandschaft erblühen. Jähe Betonfelsen und neblige Grünanlagen, schummrig erleuchtet von gelb blinkenden Ampeln, durch die ein Fuchs schnürt. Dann der Ruf der erwachenden Vögel, die ersten Düsenflugzeuge die aufsteigen ins rote Gestirn und die Morgensonne, die den Stahlbeton der Profanbauten färbt und den knotig hervorquellenden Qualm aus den Kraftwerksschloten, den der Wind nach Osten treibt und die Kähne, die Kohle geladen haben für den nimmersatten Schlund der Kohleverstromung. Aus Farnen des Karbons abgerufene Energie für unsere Hauptstadt, für die just jetzt musizierenden Radiowecker, die zu gluckern beginnenden Kaffeemaschinen, die ersten Webseiten, die aufgerufen werden von informationshungrigen Bürgern. Das ist der Moment um zu Staub zu zerfallen oder in einem Bad, heiß wie Magma, zu vergehen, während weit weit entfernt die Mülltonnen ruppig entleert werden von dicken schwieligen Arbeiterhänden.</description>
         <link>http://www.hightatras.org/umfeld/fur_die_vernichtung_der_zeit.html</link>
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                  <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Umfeld</category>
        
        
         <pubDate>Fri, 14 Mar 2008 22:14:58 +0100</pubDate>
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            <item>
         <title>Play a sad melody, the only one they know</title>
         <description><![CDATA[Die Räume sind geschnitten wie die Ferienwohnung in Uffing, in der ich als Kind mit meinen Eltern den Sommerurlaub verbrachte und wie dieses düstere Durchgangszimmer in Neukölln, in dem wir in den <i>Salad Days</i> hinter heruntergelassenen Jalousien die Nächte durchkifften. In der Wohnung stehen sehr viele Betten, die Gänge zwischen ihnen sind schmal. Es ist Nacht. In den Betten, die Köpfe unter den Decken versteckt, versuchen Menschen zu schlafen, wälzen sich aber nur unruhig hin und her, da M und ich geräuschvoll ein futuristisches Fahrzeug zusammenbauen. Jede freie Fläche ist mit Spezialteilen, die für das Fahrzeug benötigt werden, übersät, so auch die Bettdecke eines Bettes in der Ecke, unter der A leise stöhnend versucht einzuschlafen. Sie hat einen alten, behinderten Schäferhund mitgebracht, der ohne Unterlass durch die Wohnung schleicht und einen Klumpfuß hinter sich herzieht. M und ich hören bei der Arbeit <i>Wall of Voodoo</i>, wieder und wieder, sehr laut und singen schlecht, aber mit Inbrunst mit und machen dabei pathetische Gesten. Am Boden stehen gleissend helle Bauscheinwerfer, und jede Bewegung wirft lange Schatten, auch der ruhelose und gebeugte Hund, dessen Silhouette belalugosihaft über die Tapete geistert. Ich erwache, weil auf mir ein russischer Sumōringer sitzt, mit blondierten Hundehaaren. Seine Haut ist teigig, wulstig und mit Kronen, kyrillischen Zeichen und naiv realistischen Motiven seines Verbrecherlebens tätowiert. Der Sumōringer war der Schäferhund, er hat sich irgendwie verwandelt, nur seine Haare sind geblieben und die dampfend gelben Raubtierzähne.]]></description>
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                  <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Schlaf</category>
        
        
         <pubDate>Wed, 27 Feb 2008 12:17:54 +0100</pubDate>
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         <title>Mykorrhizapilze</title>
         <description><![CDATA[Es ist recht windig. In manchen dieser schmalen Durchgänge unter den Hochäusern entstehen regelrechte Windkanäle und mit zweihundertsechzig Sachen fliegen Pappbecher und so Zeug an einem vorbei und wer nicht aufpasst dem wird der Hut fortgeweht. Nicht unweit üben häufig Jugendliche mit so überkrassen Emofrisuren Skateboardsprünge. Da ist neu asphaltiert, deswegen ist der Ort ein wenig reizvoll für die schlaffen Jungs. Man muss aber sagen, daß die Ausübung des Sportes keine Fortschritte macht soweit ich das beurteilen kann. Für mich ist die Passage des Windtunnels immer auch mit dem Klappern von auf den Asphalt fallenden Holzbrettern verbunden, einem Geräusch des Scheiterns, bislang sah ich noch keinen der Bengels einen Sprung mit Erfolg ausführen. Früher konnten die Kinder das besser. <i>Sido</i> und <i>Tokio Hotel</i> verblöden nicht nur, sie haben wohl zusätzlich auch einen überaus ungünstigen Einfluss auf die Motorik der Heranwachsenden.<br/>
In einem dienstlichen Gespräch konnte ich mich nachmittags unerwartet als Steinpilzkoryphäe positionieren, es ist nämlich so, daß Mykorrhizapilze nicht kultivierbar sind, da sie stets Kontakt zum Feinwurzelsystem von Laubbäumen suchen. Was keineswegs zur Allgemeinbildung zählt offenbar. (Es ging aber auch um minder interessante Themen wie <i>Second Life</i>.)<br/>
Dieses Möbelgeschäft, in dessen Geschäftsräumen stets der Fernsprecher versagt, weil alles mit gelbem Blech ummantelt ist, war heute fast ausschließlich von Schwulen, Ostlern und blutjungen Eltern in spe besucht. Werdende Väter tragen heutzutage Irokesenfrisuren und gestreifte Kapuzenpullis, das ist obligatorisch; schieben riesige Einkaufswagen durch die Gänge und die schwangere Freundin packt ganz viel Plunder und Kitsch ein für die erste gemeinsame Bude. Widerstand ist zwecklos, aber das wissen die selbst.<br/>
Höchst förmlich – und abstoßend auch finde ich den Versuch mich überall zu duzen. Die Kunden zurechtweisen wollen und dabei so schleimig duzen, ey. Mit so blöden Schildern, aber das ist den ihren Firmenphilosophie aus den siebzigern. Hallo, hier spricht Dein Einkaufswagen. Nichts habe ich übrigens gegen Hinweisschilder, welche strikte Anweisungen in kasernenhofhafter Sprache recht autoritär präsentieren. Oder so wie in Österreich.<br/>
Immerhin habe ich diesmal keine Energiesparlampen gekauft. Weil ich schon die größte Energiesparlampensammlung Europas habe, besteht kein Bedarf. Um ehrlich zu sein gefällt mir da garnichts, alles scheiße gestaltet und von blinden beinamputierten indischen Mädchen zusammengeschustert mutmaßlich. Hier: Ikea fuck off, ey. Neben den Kassenschlangen hatte der militärisch-industrielle Komplex mannshohe Kisten abgestellt, gefüllt mit Gummisandalen in geschmacklosen Farben. Gummisandalen, das ist doch was für so Fetishfreaks – oder Ostler eben, die Waren stets dann kaufen, wenn sie angeboten werden und nicht wenn sie benötigt werden – es handelt sich um ein genetisch bedingtes Phänomen, der Mann schiebt den Wagen sukzessive voran, hin zu den barcodelesepistolenbewehrten Kassenkräften und die Frau sagt so <i>Fürnjarten</i>, zack eingepackt, in orange, so funktioniert das. Ungnädig, wegen Kopfschmerzen – sicher dünstet der ganz Ramsch reichlich Formaldehyd aus und die Menschen müssen alle an Krebs sterben. Hauptsache die Bonzen können fette Zigarren rauchen, so läuft nämlich der Hase. Ich bin für die Revolution und daß das alles mit Sprengstoff in die Luft gejagt wird.]]></description>
         <link>http://www.hightatras.org/warenwelt/mykorrhizapilze.html</link>
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                  <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Warenwelt</category>
        
        
         <pubDate>Fri, 22 Feb 2008 23:22:00 +0100</pubDate>
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         <title>Kontextsensitive Werbung</title>
         <description><![CDATA[Manchmal stelle ich mir Fragen, die ich kurzzeitig berechtigt aber auch etwas befremdlich finde: Was macht eigentlich ein landesweit operierender Telefondienstleister, sollte das ihn bewerbende Model mal vom Auto überfahren werden oder beim Fensterputzen höchst unglücklich in eine Glasscheibe stürzen? Hat die noch 'ne Zwillingsschwester?<br/>Ich fuhr nämlich am gestrigen Abend mit der Stadtbahn an einer werblichen Maßnahme vorüber. Ein steinernes Tor, welches sich über einen sehr schönen – wenn nicht gar den schönsten – Westberliner Prachtboulevard spannt, wird, da zur Zeit Wartungsarbeiten an der wohl vom Zahn der Zeit marode gewordenen Bausubstanz durchgeführt werden, von einer farbig bedruckten Plane umhüllt, welche ein sich plakativ verführerisch räkelndes <i>Keyvisual</i> vorstellt – eine überlebensgroß, geradezu godzillahaft in den Nachthimmel ragende Blondine, um deren ranken Leib eine bald jugendstilartig flatternde rote Schärpe drapiert wurde und die vermittels weiblicher Reize, den zwischen ihren recht langen und schlank geformten Beinen durchrasenden Kraftfahrern, ein Komplettpaket, bestehend aus Telefonie und schier unbegrenztem Zugang zu einem modernen Computernetzwerk schmackhaft zu machen trachtet. Pikanterweise buhlen nun aber auch am Fuße des Tores – beiderseits der recht frequentierten Fahrbahn – vergleichsweise zwergenhaft anmutende Prostituierte ihrerseits, mit weitaus weniger gigantischen, wenn auch realen Mitteln um die Gunst hormonell entsprechend eingestellter Fahrzeugführer. ]]></description>
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         <pubDate>Wed, 20 Feb 2008 15:03:08 +0100</pubDate>
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         <title>Höllenmaschinen</title>
         <description>Vorhin standen im nebligen Walde, in einer kleinen, von jahrhundertealten Eichen gesäumten Senke, einer Stelle, an der es sonst, vom jähen Ruf scheuer Waldvögel abgesehen, besonders ruhig ist, vier riesige schwarze Speziallastwagen im Schein roter Rundumlichter. Und ernste Arbeiter mit Funkgeräten; die märkische Scholle zerwühlt von breiten Reifenspuren. Am Bauch der vier Maschinen waren jeweils schwere Stahlplatten befestigt, die, von in den Maschinen sitzenden Arbeitern, vermittels Mechanik auf den Boden abgesenkt werden konnten, um so die Erde in kräftige Schwingungen zu versetzen. Ähnlich wie eine stationäre Dampframme hämmerten die Maschinen auf den Waldboden ein, einem künstlichen Erdbeben gleich. Infernalischer Lärm und zäher Dieseldunst, der durch hochaufragende und verchromte Schlote ausgestoßen die Sonne verfinsterte. Wäre ich nicht bereits hauptberuflich Luftikus mit Aszendent Playboy, handelte es sich hier um ein Berufsbild, daß mir zusagen könnte. Mit Verbrennungsmotoren allwerktäglich scheinbar sinnlosen Terror und Zerstörung zu verbreiten ist etwas reelles. Zumal wenn die Ausübung im Dienste einer übergeordneten Aufgabe steht, nämlich dem Wohle der Gesellschaft und einer weiteren Steigerung von Lebensqualität. Und die Arbeiter können um vier Uhr sicher heimkehren um Frau und Kinder in die Arme zu schließen, im Gegensatz zu Kampfhubschrauberpiloten in Afghanistan beispielsweise, die dort unten, im Sinne des Weltfriedens, Dörfer ausradieren durch den Einsatz intelligenter Waffensysteme. Deren Dienstplan ist mutmaßlich unregelmäßig, sowie Weib und heimischer Herd fern. </description>
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         <pubDate>Mon, 11 Feb 2008 20:33:37 +0100</pubDate>
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         <title>Bullerbü 2011</title>
         <description><![CDATA[Ich esse ein Gorgonzolatoast auf dem Balkon und die Sonne scheint mir ins Gesicht. Die Flügelschläge gravitätischer Gänse vor blass durchsonntem Cyanhimmel. Väter, Mütter, Kinder, Hunde und Kinderräder. Es herrscht Kaiserwetter. Bekanntschaften und berufliche Pläne aus denen <a href="http://minkajonka.blogspot.com/2008/02/was.html">was</a> wurde. Menschen, die sich eine eigene Primärgruppe aufbauten, mit aller erforderlichen Peripherie wie Elektro-Vertikulierern, Playmobil-Tankstellen, Messerblöcken, Terrakottagänsen und Family-Vans. Das Leben lässt sich auch als lebenslänglich und pragmatisch zu lösende Logistikfrage betrachten. Kleinschrittige materielle und soziale Strukturbildung, die das Weltall und das schwarze Tier in behaglich unsichtbare Ferne rücken. Geliebtes kleines Pflaumenkuchen-Universum. Auch der betrunkene Fahrgast, der tourettesyndromhafte Satzfetzen wie <i>Du katholische Fotzensau</i> ins Nichts des nächtlich verlassenen Bahnhofs unten kreischt und sodann einen gurgelnden Schwall ins Gleisbett speit, ist was – nur kein sinnvolles Glied der Gesellschaft. Mein Beitrag zum Gedeihen des deutschen Vaterlandes liegt im wesentlichen darin, daß ich Steuern bezahle; ich reproduziere mich nicht und ich schaffe kein Weltkulturerbe. Allerdings stelle ich mich auch nicht offen feindlich gegen die Gesellschaft durch nächtliches Lärmen, aufs Perron Erbrechen oder das mutwillige Zerschlagen von Leergut. Programmatisch gesehen bin ich quasi die SPD der Asozialen.]]></description>
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                  <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Modelle</category>
        
        
         <pubDate>Sun, 10 Feb 2008 20:43:05 +0100</pubDate>
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         <title>Sozialistischer Realismus</title>
         <description>Am Nachmittag vor dem bedeutenden Fußballspiel sah ich eine kleine Frau mit vielen Reisetaschen, Tüten und einem Rucksack auf dem Bahnsteig bei den Mülltonnen. Manche der Fußballfans die hier aussteigen sind schon blau und grölen, die meisten haben Bierpullen in der Hand. Die Frau ist extra angereist aus Ostberlin wegen der leeren Flaschen. Daß sie aus Ostberlin ist, erkenne ich an ihren Dederonbeuteln. Sie hat sehr viele Flaschen gesammelt, vor allem in diesen großen kubischen Einkaufstaschen aus geflochtenen blaurotweißen Plastikfäden. An der Leine hat sie einen kurzbeinigen weißen Hund mit schwarzem Punkt auf dem Auge. Als er sehr bibbert, nimmt sie ihn auf dem Arm und wiegt sich – die Augen geschlossen – mit dem Tier wie es die Verliebten tun. Und im Hintergrund steht die Polizei dabei, hochaufgeschossen und alert, in mitternachtsblauen Uniformen mit schwarzen Helmen und wirft ein gestrenges Auge auf die grölend in die Ränge der Kampfarena stampfenden Bacchanten. Sie sagt zu einer Stimme aus dem Off, daß oben am Stadion sehr agressive Männer stünden, die sich um die dort aus Sicherheitsgründen abzugebenden leeren Flaschen balgen würden. Eine Art Leergutmafia, von der sie auch schon körperlich bedroht worden sei. Sie trägt eine hellgrau halbtransparente Brille aus Hornimitat, die Haare sind helmartig frisiert und sie riecht nicht unangenehm wie der kleine Metallkasten mit Wachsmalstiften, den ich als Kind mal hatte. Ort und Zeitpunkt – kurz vor Anpfiff, unten auf dem Bahnsteig – ist die Nische, die die kleine Frau von kugeliger Statur selbstbewußt wie ein sich plusternder Darwinfink besetzt. Ein Hund der devot von ihrem Arm aufblickt und bald fünf Taschen voller Flaschen, deren Inhalt nun heiß und gluckernd die Harnblasen sportbegeisterter Arbeiter bläht. </description>
         <link>http://www.hightatras.org/passanten/sozialistischer_realismus.html</link>
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                  <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Passanten</category>
        
        
         <pubDate>Sat, 02 Feb 2008 20:05:48 +0100</pubDate>
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         <title>Fuck the mainstream</title>
         <description><![CDATA[Der Kellner wirft einen Blick auf die Uhr, dann einen prüfenden durch das große Fenster auf die Straße. Er trägt einen Stapel Aschenbecher in das Hinterzimmer der Gastwirtschaft, verteilt diese auf den Tischen, an denen sich die ersten Gäste Zigaretten anstecken oder fahrig in ihren Manteltaschen nach den Päckchen kramen. Das Lokal raucht. Weißweintrinkende Bürger, x-beliebige Typen mit quergestreiften Kapuzenpullis und englische Teenager-Touristen, die ganz oft <i>fuck</i> oder <i>fucking</i> sagen. Je nach Neigung und körperlicher Verfassung mit rebellenhaft funkelnder Miene der vermeintlich aufoktruierten Prohibition trotzend, in Knasterschwaden versunken, weichlich die Beine übereinanderschlagend oder mit Fluppe im Mundwinkel, großen Schrittes, leeren Blickes und stühleumwerfend zur Toilette taumelnd. <br/>Voll unspießig und <i>Punkrock</i> wäre ja gewesen, mit pathetischer, alle Gespräche verstummen lassender Geste in die Mitte der Schankstube zu treten – Spot an – und vermittels Mobiltelefon die Polizei anzurufen, bezüglich einer exemplarischen, alle Register geltenden Rechts ziehenden Razzia. Doch ich wandte den Blick ab, griff still nach meiner Joppe und verließ den Ort des Verbrechens.]]></description>
         <link>http://www.hightatras.org/umfeld/fuck_the_mainstream.html</link>
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                  <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Umfeld</category>
        
        
         <pubDate>Fri, 01 Feb 2008 22:48:57 +0100</pubDate>
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         <title>Demontage</title>
         <description>Ein stählerner Dinosaurierkopf zerpflückt zögerlich tastend, aber schließlich energisch zuschnappend ein Haus. Die Trümmerhalde über die der spezielle Bagger vor und zurück malmt, liegt in scharfem Licht und ein Schlauch schlenkert Wasser durch die Luft gegen den Staub. Es hat sich eine Traube von Männern gebildet mit den Händen in den Taschen. Gebürstete Aluminiumbleche knautscht und nagt das Maschinenmaul mit transformerartigen moves herunter und lässt sie scheppernd und nachlässig in die Tiefe krachen. Schlägt mit Leichtigkeit, durch eine jähe seitliche Kopfbewegung, einen Stahlträger weg, und als der Mittelteil ächzend und wund zusammensackt, klatschen welche oder stecken sich Zigaretten an, wie bei einem futuristischen Stierkampf. Es war ein altes Haus, teilweise noch aus Ziegelsteinen gemauert, in dem zuletzt nur noch schlechte Geschäfte gemacht wurden. Von Prionen bevölkerte Fischbrötchen oder rosa Pumps, Talmischmuck und Handtaschen aus Plastik.</description>
         <link>http://www.hightatras.org/apparate/demontage.html</link>
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                  <category domain="http://www.sixapart.com/ns/types#category">Apparate</category>
        
        
         <pubDate>Wed, 23 Jan 2008 23:55:57 +0100</pubDate>
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