Hightatras:
Tierreich
Röchelnde Möpse
Die Stadtbücherei hat aus Gründen der städtischen Sparsamkeit nur noch Mittwochs geöffnet. Vor dem gutbesuchten Haus hatte man einen Mops angewiesen zu warten. Mit großen, melancholischen Augen versucht das Tier am regen Leihbetrieb in den schummrigen Räumen wenigstens visuell teilzunehmen und wird en passant von Kindern, in Anwesenheit von Erziehungsberechtigten, als Katze indentifiziert. Möpse — jedenfalls dieser — atmen schwer, schnell und keuchend, das Geräusch erinnert an Schnarchen oder die rasselnde Lunge eines starken Rauchers. Zudem bilden sich an den Lefzen des korpulenten Hundes lange, schleimig zähe Speichelfäden, die bei Kopfbewegungen träge mitpendeln und schließlich auf den Boden tropfend, einen ansehnlichen Schleimbatzen hinterlassen.
In der Bücherei mache ich ein kleines geheimes Quiz. Wer wird wohl der Besitzer sein? Meine Vermutung ist, trotz vieler Möglichkeiten, richtig. Man muß eben für diese Tiere geschaffen sein. Eine kleine nagetierartige Seniorin, die leichte Belletristik in einem malvenfarbenen Dederonbeutel verstaut, und vor der Tür sofort ein, durch den Büchereibesuch unterbrochenes, monologisches, Gespräch mit dem Mops wieder aufnimmt. Sicher wird abends vorgelesen.
3. Mai 2006So was von einem schwachsinnigen Text-----der beschriebene Hund kann niemals ein Mops sein!
Meinte Sylvia am 21. Januar 2007 um 21:40 UhrMöpse sabbern nicht! Wie kann man nur so abwertend über ein Tier schreiben???? Da stimmt doch was nicht im Kopf...
Meinte Tanja Kerl am 21. Januar 2007 um 21:41 UhrInteressant! Meinen Sie es handelt sich doch um eine Katze?
Meinte dr.no am 21. Januar 2007 um 21:47 Uhr