Hightatras:
Warenwelt
Schreckschraube
In der Kassenschlange vor mir wird der Kassenbon angezweifelt. Das Kopfrechenwunder, eine schnepfenhafte Kundin, deren Einkaufswagen berstend mit schlechten Nahrungsmitteln gefüllt ist, meint den circa zwanzig Zentimeter langen Kassenbon in wenigen Sekunden korrekt addieren zu können. Und beschwert sich umgehend und wortreich zeternd bei dem höchst sympathischen Kassierer, der stoisch, vermittels eines Taschenrechners, den Gegenbeweis antritt. Die Zweiflerin sieht ganz schön etepetete aus in ihrem bescheuerten Salz-und-Pfeffer-Blazer, und blickt die enerviert hinter ihr Wartenden halb trotzig, halb irre an. Das ist mein gutes Recht, denkt sie.
Ein sinnloser, bald zehn Minuten währender, Disput entspinnt sich, sie versteht nicht, was der junge Mann ihr geduldig zu erklären versucht. Der halbe Supermarkt ist zum Ausharren verdammt, manch einer mit Eiscreme oder anderer verderblicher Kost. Kindische Widerrede trotz schlüssiger Beweisführung und höflicher Erläuterung seitens des Verkäufers. Es geht um 15 (fünfzehn!) Cent, wie sich herrauskristallisiert.
Meine Theorie bestätigt sich, wer Eier aus Käfighaltung kauft ist asozial und hat auch ansonsten nicht alle Tassen im Schrank.
ja.
Meinte fabe am 8. Mai 2006 um 15:07 Uhr