Ein Kleinwagen in gedeckter Lackierung, der in einem abgelegenen Hohlweg geparkt ist. Aus dem Dunkel des Wageninneren beobachtet ein Mann in den besten Jahren einen trostlos menschenleeren Hauseingang. Zu seiner Unterhaltung erschallt Hardrock in gedämpfter Lautstärke. Vermutlich ein stümperhaft getarnter, ziemlich unglamouröser Privatdetektiv bei der Arbeit. Ein Profi würde sein ermittlerisches Wirken in dieser Situation selbstverständlich mit Kiffen oder Geschlechtsverkehr kaschieren. Als ich gestern Nacht einmal beschloß mir selbst ein Bild des durch Deutschland tobenden Orkans Kyrill zu machen, von dem der Rundfunk zu berichten nicht müde wurde, zu diesem Behuf das Küchenfenster öffnete und mir der Wind recht erquicklich um die Nase wehte, war ich angenehm überrascht von der vorzüglichen, luftkurortartigen Frische des Orkantiefs, die hier sehr treffend mit dem Genuß eines wirksamen Halsbonbons verglichen wird. Mit beachtlicher Amplitude neigte sich die hochaufgeschoßene Tanne in Nachbars Garten mir entgegen. Weitere potentielle Gefahren, waren selbst bei eindringender, sensationsgeiler Betrachtung nicht auszumachen.
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Wegen des Wetters rumzujammern ist ja im weiten Feld der Wehleidigkeit das Maximum der Sinnlosigkeit, andererseits ist, wer im Gespräch keinen Standpunkt zur Wetterlage beziehen kann, mutmaßlich kommunikativ unfähig, wenn nicht sogar kein Gentleman. Ich schätze alle Jahreszeiten. Sowohl brütende Hitze als auch klirrende Kälte haben ihre jeweils eigene Schönheit. Müsste ich in subtropischem Klima oder Permafrost leben, so würde mir irgendwann der gefühlte Kontrast fehlen. Ideal ist boreales Klima in schöner Lage.
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